1.020 Euro Miete, 100 Euro frei: Mein Monatscheck für Vermieter

Miete & Vermögen
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1.020 Euro Miete, 100 Euro frei: Mein Monatscheck für Vermieter
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1.020 Euro Miete kommen auf Dein Konto. Trotzdem bleiben in meinem Beispiel nur 100 Euro frei. Ich rechne mit Dir durch, wie Mieteingang, Hausgeld, Kreditrate und zusätzliche private Reserve zusammenhängen – und was eine Reparatur daran ändert.

Das nimmst Du aus dieser Folge mit

  • Für den Monatscheck zählen tatsächlich gebuchte Eingänge und Zahlungen.
  • Ich erfasse das vollständige Hausgeld und die gesamte Kreditrate aus Zins und Tilgung.
  • Eine zusätzliche private Reserve ist eine Zweckbindung; ich ziehe eine im Hausgeld enthaltene WEG-Rücklage nicht doppelt ab.

Mein Rechenbeispiel

800 Euro Kaltmiete + 220 Euro Vorauszahlung = 1.020 Euro Eingang. Abzüglich 320 Euro volles Hausgeld, 520 Euro gesamte Kreditrate und 30 Euro separat bezahlte Kosten bleiben 150 Euro Zahlungsüberschuss. Weitere 50 Euro reserviere ich bewusst: 100 Euro sind danach frei. Eine zusätzliche Reparatur für 400 Euro macht daraus −250 Euro Zahlungsüberschuss beziehungsweise −300 Euro nach der weiter eingeplanten Zweckbindung.

Alle Zahlen sind ein fiktiver Monatsfall. Steuerlicher Gewinn, Rendite und spätere Abrechnungsdifferenzen werden damit nicht berechnet.

Rechne Deinen eigenen Monat nach: Mein kostenloser Monatscheck mit Anleitung und Offline-Datei. Deine Beträge werden nicht übertragen. Papier und Taschenrechner reichen ebenfalls für den ersten Abgleich.

Text und Redaktion: Oliver. Synthetische Vertonung mit der bestehenden ElevenLabs-Bibliotheksstimme Marc Weber; keine Originalaufnahme von Oliver.

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Tausendzwanzig Euro Miete sind eingegangen. Was davon kannst Du ausgeben? In meinem heutigen Beispiel: hundert Euro. Wie das zusammenpasst, rechne ich mit Dir durch.

Willkommen bei Miete und Vermögen. Ich bin Oliver. Diese Folge ist mit einer synthetischen Stimme von ElevenLabs vertont, keine Originalaufnahme von mir.

Stell Dir eine vermietete Eigentumswohnung vor. Die Zahlen sind ein Rechenbeispiel. Jeden Monat kommen achthundert Euro Kaltmiete und zweihundertzwanzig Euro Betriebskostenvorauszahlung auf Dein Konto. Zusammen sind das tausendzwanzig Euro. Das ist der Geldeingang. Noch kein Gewinn und auch noch kein Betrag, den Du vollständig für Dich verplanen kannst.

Ich gehe deshalb in drei Schritten vor: Was kam wirklich rein? Was ging wirklich raus? Und welchen Teil des Restes möchte ich zurücklegen?

Erstens: der Eingang. Für einen tatsächlichen Monatscheck schaue ich auf die gebuchten Zahlungen. Im Mietvertrag kann tausendzwanzig Euro stehen. Wenn nur sechshundert Euro eingegangen sind, rechne ich für die verfügbare Liquidität mit sechshundert. Die Differenz zum vereinbarten Betrag halte ich getrennt fest. Eine offene Forderung bezahlt heute keine Kreditrate.

Bleiben wir zunächst beim vollständig bezahlten Monat. Zweitens: die Ausgänge. Dreihundertzwanzig Euro Hausgeld werden abgebucht. Darin steckt in diesem Beispiel bereits der Beitrag zur Rücklage der Eigentümergemeinschaft. Ich ziehe das volle Hausgeld ab und dieselbe Rücklage nicht noch einmal.

Dazu kommen fünfhundertzwanzig Euro Kreditrate. Für meinen Blick aufs Konto zählt die ganze Rate, also Zins und Tilgung. Eine steuerliche Berechnung würde andere Fragen beantworten. Dreißig Euro weitere Kosten bezahle ich separat. Diese dreißig Euro sind nicht schon im Hausgeld enthalten.

Jetzt rechne ich: dreihundertzwanzig plus fünfhundertzwanzig plus dreißig sind achthundertsiebzig Euro. Von tausendzwanzig Euro Eingang bleiben nach diesen Zahlungen hundertfünfzig Euro übrig.

Die zweihundertzwanzig Euro Vorauszahlung behandle ich dabei nicht als zusätzliches Taschengeld. In diesem Monatscheck stehen sie beim Eingang. Ein Teil der laufenden Zahlungen steckt beim Ausgang. Ob die spätere Betriebskostenabrechnung zu einer Nachzahlung oder Erstattung führt, weiß diese Rechnung noch nicht.

Drittens: meine zusätzliche private Reserve. Von den hundertfünfzig Euro Rest möchte ich fünfzig Euro für künftige Ausgaben beiseitelegen. Das ist eine bewusste Zweckbindung. Wenn ich das Geld auf ein anderes eigenes Konto überweise, ist es dadurch nicht plötzlich eine zweite Ausgabe der Wohnung.

Hundertfünfzig Euro Überschuss minus fünfzig Euro Zweckbindung: hundert Euro bleiben für andere Zwecke frei. Genau deshalb trenne ich diese beiden Zahlen. Die Wohnung hat in diesem Monat hundertfünfzig Euro mehr eingebracht, als für die genannten Zahlungen abgeflossen ist. Ich habe aber nur hundert Euro ohne diese zusätzliche Reservierung verplant.

Und jetzt der kleine Stresstest. Im selben Monat bezahle ich zusätzlich eine Reparatur für vierhundert Euro. Die laufenden Ausgänge steigen von achthundertsiebzig auf tausendzweihundertsiebzig Euro. Bei unverändert tausendzwanzig Euro Eingang fehlen zweihundertfünfzig Euro. Will ich trotzdem weitere fünfzig Euro zurücklegen, brauche ich insgesamt dreihundert Euro zusätzliches Geld für diesen Plan.

Eine positive Monatsrechnung schützt also nicht automatisch vor einer ungeplanten Rechnung. Ich kann entscheiden, die zusätzliche Zweckbindung in diesem Monat auszusetzen oder vorhandene Reserven einzusetzen. Das sind Entscheidungen über mein Geld. Der Rechner trifft sie nicht für mich.

Was kannst Du jetzt konkret machen? Nimm einen abgeschlossenen Monat. Notiere die tatsächlich eingegangene Kaltmiete und Vorauszahlung. Daneben schreibst Du das vollständige Hausgeld, die gesamte Kreditrate und die separat bezahlten Kosten. Prüfe, dass Du keinen Betrag doppelt erfasst. Erst danach legst Du fest, ob und wie viel Du zusätzlich reservieren möchtest.

Unter dieser Folge auf Miete und Vermögen Punkt de findest Du meinen kostenlosen Monatscheck. Du kannst ihn im Browser nutzen oder als Datei herunterladen. Deine Beträge werden nicht übertragen. Für den ersten Abgleich reichen auch Papier und Taschenrechner.

Dieser Check zeigt Dir die Zahlungsseite eines Monats. Er berechnet weder Deinen steuerlichen Gewinn noch die Rendite der Wohnung und sagt keine Jahresabrechnung voraus. Mein Ziel für heute ist einfacher: Du sollst erklären können, warum ein hoher Mieteingang und wenig frei verfügbares Geld gleichzeitig stimmen können.

Die Frage für Deinen nächsten Monatscheck lautet deshalb: Welche Zahlungen sind tatsächlich gebucht, und welchen Teil des Restes habe ich schon für etwas anderes vorgesehen? Genau dort beginnt ein brauchbarer Überblick über Deinen Vermieteralltag.